Bei Edelmetallen handelt es sich dem Namen nach um eine besondere Form von Metallen, welche sich durch ihre hohe Beständigkeit auszeichnen. Die Benennung Edelmetall sagt allerdings nichts über die Verarbeitungseigenschaften der Metalle aus. Denn diese sind von Metall zu Metall in der Gruppe der Edelmetalle unterschiedlich.
Edelmetalle werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Zu der Gruppe der Edelmetalle zählen Ruthenium, Rhodium, Palladium, Silber, Osmium, Iridium, Platin, Gold und Quecksilber. Eigenschaften welche ein
Klassische Edelmetalle, wie Gold und Silber, seit Jahrtausenden bekannt, gehören zu dem bekanntesten Vertretern der Gruppe der Edelmetalle und zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum mit Sauerstoff korrodieren. Die Ausnahme bildet in dieser Gruppe das Silber, welches leicht korrodiert. Aber glücklicher Weise hat die Industrie das Verfahren des Feinversilberns und das des Hartversilberns entwickelt um so der Verfärbung Einhalt zu gebieten.
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Zu den Halbedelmetallen zählen alle Metalle, die nicht unter Wasserstoffbildung mit wässrigen Lösungen, wie beispielsweise Salzsäure, reagieren. Kurzlebige, radioaktive und mit sehr geringer praktischer Bedeutung versehene Edelmetalle sind zum Beispiel Bohrium und Ununbium. Die Edelmetalle werden wegen ihrer Eigenschaften klar von den unedlen Metallen, wie Eisen oder Blech, abgegrenzt.
Betrachtet man die historische Entwicklung der Edelmetalle, so stellt man fest, dass es nicht „die“ Geschichte des Edelmetalls gibt, sondern das man die Geschichte des jeweiligen Edelmetalls separiert von anderen Edelmetallen betrachten muss. Es gibt Gemeinsamkeiten in der Geschichte von Gold und Silber aber diese trennen die beiden Edelmetalle wiederum von anderen Edelmetallen wie dem Palladium oder dem Platin ab.
Bedeutungsvoll in der Geschichte von Gold ist die Goldgräberzeit in den USA und Alaska im 19. Jahrhundert. So bedeutungsvoll die Goldgräberzeit und der große Goldrausch im 19. Jahrhundert für das Gold waren, war dies für das Silber das Berggeschrey im Mittelalter in Deutschland. Wohingegen zum Beispiel die Geschichte von Platin und Palladium ohne einem dem Gold- oder Silberrausch ähnlichen Ereignis auskommen musste. Dennoch haben sich diese und auch die anderen Edelmetalle in der Geschichte entwickelt und sich in der Welt in ihren spezifischen Verwendungsweisen etabliert.
Die Gewinnung von Edelmetallen verläuft bei einigen der Mitglieder dieser Gruppe der Metalle ähnlich. So werden Gold, Silber und Platin beispielsweise in Gestein abgebaut und dann gereinigt, wohingegen andere Edelmetalle bei der Reinigung eines Edelmetalls anfallen können. Palladium als Beispiel fällt bei der chemischen Gewinnung von Platin aus. Da es sich bei handelsüblichen und gebrauchsüblichen Edelmetallen um natürliche Rohstoffe handelt, werden sich diese im Laufe der Entwicklung der Menschheit verknappen. Dieser Trend ist absehbar und Experten sind heute in der Lage das Versiegen von Silberquellen vorauszusagen. An dieser Stelle ist die als positiv zu wertende Möglichkeit des Recyclings von Edelmetallen aus diversen Gebrauchsgütern zu erwähnen, welches zumindest einen kleinen Teil der Edelmetallvorkommen sichern kann.
Edelmetalle haben schon früh in der Geschichte der Menschheit Verwendung gefunden. Erste Goldvorkommen beispielsweise lassen sich auf das Jahr 4500 vor Christi im Mittelmeerraum datieren, Silber ist seit dem 5. Jahrtausend vor Christi der Menschheit bekannt.
Die Verwendung von Edelmetallen hängt mit dessen Eigenschaften zusammen. Edelmetalle unterscheiden sich von anderen unedlen Metallen in ihrer Härte, ihrer Reaktion mit Sauerstoff und anderen Mineralsäuren und/ oder Königswasser, ihrem charakteristischen Aussehen und in vielen Fällen in ihrem Wert, welcher einige Edelmetalle wie beispielsweise das Gold als Wertanlage attraktiv machen.
Blickt man in der Geschichte der Edelmetalle zurück, so trifft man auf Gold und Silber in Form von Schätzen, Insignien, Schmuck, Tafelbesteck, Münzen und sakralen Gerät. Wendet man seinen Blick in die Gegenwart so erkennt man, dass viele der Verwendungsmöglichkeiten die Jahrtausende überlebt haben und heute in diesen Formen noch erhältlich sind. Zudem hat sich die Verwendung der neun Edelmetalle aufgrund des technischen Fortschrittes enorm ausgebaut. Im heutigen 21. Jahrhundert werden die Edelmetalle wegen ihrer Eigenschaften oft in der Automobil- oder Medizintechnik eingesetzt. Allerdings ist beispielsweise die Menge der genutzten Goldbestände der Welt in der Industrie und im Gewerbe nur ein Drittel der Summe der tatsächlich existierenden Goldbestände. Der gesamte Rest befindet sich versteckt in Gewölben oder in dafür vorgesehenen Lagerstätten, wie dem Fort Knox in dem USA. In der neueren Technik füllt Gold in der Zahnmedizin Lücken im Gebiss. Der Vollständigkeit halber muss aber an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Technik des Verwendens von Gold als Mittel zur Reparatur schon im 9. oder 10 Jahrhundert vor Christi bekannt gewesen sein muss. Zumindest lassen Funde in etrurischen Gräbern darauf schließen. Die meisten der heutigen Verwendungsweisen der Edelmetalle haben ihren Ursprung in der Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert genommen und werden Heute aus diesem Ursprung und den gegenwärtigen Forschungsstand optimiert. Als ein prominentes Beispiel sei an dieser Stelle der Füllfederhalter, beziehungsweise die Füllfeder zu nennen. Die Babylonier „schrieben“ noch mittels Ton und Rohgriffel, indem sie ihre Schriftzeichen in weichen Ton einritzten. Im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung trat der wenig stabile Gänsekiel an diese Stelle und wurde 1824 von der Stahlfeder abgelöst, welche durch das Verbauen von Silber optimiert wurde.
Es ist leicht zu erkennen, dass sich Edelmetalle in verschiedenen Formen und in verschiedener Funktion in der Welt des 21. Jahrhunderts etabliert haben und da bekanntermaßen das Geld eben diese Welt regiert, soll an dieser Stelle abschließend die Bedeutung der Edelmetalle als Geldanlage umrissen werden.
In der heutigen Wirtschaft sind die Preise von Edelmetallen im Vergleich zu früheren Jahren enorm gestiegen. Dieser Preisanstieg ist besonders bei den beliebten Edelmetallen Gold, Silber und Platin zu verzeichnen und wird aus diesem Grund für private Anleger immer attraktiver.
Edelmetalle gelten als sichere Wertanlage, weil sie einen hohen Werterhalt haben und zudem vergleichsweise hohe Renditen versprechen. Dabei ist zu beachten, dass beim Verkauf der Wertanlage Edelmetall gegebenenfalls Steuern anfallen und die Lagerung zudem mit Kosten verbunden ist.