Goldene Taschenuhren gehören zu den besonderen Schmuckstücken in der Kunst der Uhrmacherei. Zum einen zeichnet sich eine solche Uhr natürlich durch ihr hochwertiges Material, dem Gold aus dem sie gefertigt wurde und zum anderen durch ihre ungewöhnliche Form und Art, wie man die Taschenuhr trägt, aus.
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Wie es schon der Name andeutet, werden Taschenuhren in der Tasche und zum Schutz vor Verlust mittels einer Kette, welche oftmals aus dem selbigen Material wie die Uhr gefertigt wurde, getragen. In der heutigen Zeit hat die Taschenuhr leider an Präsenz in der Gesellschaft verloren und wurde weitgehend durch die Armbanduhr, die dem Namen nach am Arm getragen wird, ersetzt.
Die erste tragbare Taschenuhr wurde wahrscheinlich in der Stadt Nürnberg von einem Meister im Schlosserhandwerk, namentlich Peter Henlein, im Jahr 1509 gefertigt, wobei es keinen historischen Beleg für diese erste Taschenuhr gibt. Was aber mit hoher Sicherheit belegt werden kann ist, dass die Erfindung der Uhrfeder, welche für den Bau einer Taschenuhr von größter Wichtigkeit ist, aus dem Italien des 15. Jahrhunderts stammt und das es die Schlosser und Büchsenmacher, mit ihrem Fachwissen waren, welche die ersten tragbaren Uhren hergestellt haben.
In der heutigen Zeit sind goldene Taschenuhren sowohl sehr beliebte Sammlerstücke als auch gern getragene Accessoires. Sehr viele äußerst berühmte Firmen wie Glasshütte, Lange und Söhne oder Breguet haben schon in vergangenen Epochen diese kunstvollen Uhren hergestellt und die goldenen Ausführungen dieser Uhren sind sehr beliebte Sammlerstücke. Gerade die alten goldenen Taschenuhren der sächsischen Uhrenmanufaktur Glashütte, welche im Jahr 1926 das Monopol der Schweizer Armbanduhren Hersteller brechen konnte, gehören weltweit zu den beliebtesten Sammlerstücken und sind sowohl für Museen als auch für private Sammler äußerst begehrenswerte Objekte. Daher ist es als eine kleine Sensation zu betrachten, das die Manufaktur Glashütte angekündigt hat, im Jahr 2010 eine neue Taschenuhr aus Roségold auf den Markt zu bringen.
In der Historie galten Taschenuhren immer als ein Zeichen von Luxus, Reichtum und Noblesse. Heute sind uns zahlreiche Überlieferungen von großen Persönlichkeiten bekannt, die im Besitz einer exquisiten Taschenuhr waren, wie beispielsweise der spanische Maler des Barock, Diego Rodríguez de Silva y Velázquez oder die Ehefrau des Sonnenkönigs Ludwig XIV, Maria Theresia von Spanien. Auch Heute gelten goldene Taschenuhren als ein Zeichen von Geschmack, Eleganz und Exklusivität. Es sind die eleganten und verspielten Verziehrungen der Uhrendeckel, welche der Taschenuhr ihren Schick verleihen. Das Öffnen einer goldenen Taschenuhr gleicht noch immer dem Öffnen eines kleinen Schatzkästchens, welches die Uhrzeit in sich birgt.