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Unter Goldmünzen sind Münzen zu verstehen, welche zum größten Teil oder vollständig aus dem wertvollen Edelmetall Gold gefertigt werden und in vergangenen Epochen als Zahlungsmittel in der Gesellschaft gedient haben und als Zeitzeugen vergangener Epochen zu verstehen sind. In der Gegenwart ist diese Verwendung als Zahlungsmittel aus der Mode gekommen und Goldmünzen werden zumeinst nur noch als Anlagemünzen oder Sammlermünzen gehandelt. Münzgold hat üblicherweise 21,6 Karat, was 900er Gold entspricht.
Die Geschichte der Verwendung der Goldmünze als Zahlungsmittel ist eine sehr alte und spannende Geschichte. Der heutigen Forschung sind schon Goldmünzen aus dem 6. Jahrhundert von Christi aus Kleinasien bekannt. Seit dieser Zeit verbreitete sich die Prägung von Goldmünzen. Nachdem die ersten Münzen in Kleinasien erschienen waren, übernahmen die Griechen diese Art der Währungsherstellung und Athen, Rhodos und Milet avancierten zu den bekannten Münzprägungsstädten. Um das Jahr 225 vor Christi begannen auch die Römer im Römischen Reich mit der Herstellung von Goldmünzen, mit einer Tradition, welche auch von anderen Völkern wie den Ägyptern, Persern und Kelten übernommen wurde.
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Zur Zeit des Mittelalters, unter der Herrschaft der Merowinger ging dir Prägung von Goldmünzen auf Grund des hohen Preises für den Rohstoff zurück und es wurden stattdessen Silbermünzen, welche wesentlich günstiger herzustellen waren, geprägt. Während der Kreuzzüge verbesserte sich der Fernhandel sehr stark und man begann wieder in Gold zu prägen. Mit dem Ende des Mittelalters ging die Schlagung von Goldmünzen soweit zurück, dass es nur noch die großen Herrscher waren, die Münzen mit ihrem eigenen Bild darauf schlagen ließen. In der Neuzeit, während der Kaiserzeit, trat die Goldmünze oder Goldmark wieder in das Licht der Öffentlichkeit. In späterer Zeit entwickelte sich daraus die Währung Mark, welche noch viele Jahre in der Bundesrepublik Deutschland als D-Mark als Zahlungsmittel galt.
Heute haben Goldmünzen einen sehr hohen Sammlerwert, sind als Sammlerstücke beliebt und werden auch nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet. Die Reinheit der Münzen aus Edelmetall wird in Korn (Feingewicht), Feinheit (Feingehalt) und Schrot (Raugewicht) angegeben. In der Gegenwart werden noch einige Goldmünzen als Sonderprägungen für Sammler und Anleger geprägt. Im Jahre 2001 wurde eine 1 Mark Gedenkgoldmünze geprägt und die so genannte Goldmark war die letzte Goldmünze, die als Zahlungsmittel in den Jahren von 1871-1938 verwendet wurde. Wer auf der Suche nach einer Anlagemünze ist, befindet sich im Reich der Goldmünzen auf dem richtigen Weg, da der Bereich der Anlagemünzen gut besiedelt ist. Angefangen von dem Krugerand, welcher ausschließlich nur als Goldmünze zu erhalten ist, über das Maple Leaf, welches in Gold, Silber, Platin und Palladium zu erwerben ist, ist der Markt der Anlagemünzen hervorragend ausgebaut. Es kristallisiert sich deutlich heraus, wie Vielfältig die Verwendung und die Aufgaben der Goldmünzen waren und sind und wie bedeutsam so ein kleines, rundes Stück Edelmetall sein kann.