Franz Tausend: ein moderner Alchemist

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Franz Tausend: ein moderner Alchemist

Franz Tausend: ein moderner Alchemist

Zwar war die Blütezeit der alchemistischen Betrügereien schon längst vorbei, doch in den 1920er Jahren schaffte es nochmals ein Schwindler, gutgläubige Anleger hereinzulegen. Sein Name war Franz Tausend, ihm gelang es im Jahr 1925, Investoren aus nationalistischen Kreisen aufs Äußerste zu täuschen, indem er vorgab, Gold herstellen zu können. Unter den Investoren waren zahlreiche prominente Namen, wie zum Beispiel Erich Ludendorff, General im Ersten Weltkrieg und ein späterer Vertrauter Hitlers, die andere Anleger dazu brachten, der Angelegenheit Glauben zu schenken.

 

Franz Tausend wurde im Jahr 1884 als Sohn eines Klempnermeisters in der schwäbischen Stadt Krumbach geboren. Nachdem er eine Ausbildung bei seinem Vater durchlaufen hatte, absolvierte er anschließend eine Lehre zum Drogerist, während dieser er erstmals mit alchemistischer Literatur in Berührung kam. Da er als Kontrolleur oftmals in einer Chemiefabrik zugange war, nutzte er die Gelegenheit und druckte Visitenkarten, die ihn als Chemiker auswiesen. Sein Talent als Hochstapler kam erstmals zum Vorschein, als er vorgab, eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Klang einer gewöhnlichen Geige in den einer Stradivari zu verwandeln.

 

1921 richtete sich Tausend ein Labor in einer Münchner Villa ein. Ein Jahr darauf veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „180 Elemente, deren Atomgewichte und Eingliederung in das harmonisch-periodische System“, in dem er seine Zweifel an den Erkenntnissen der modernen Chemie bekundete. Das Buch selbst enthielt nichts als Halbwahrheiten und absurde Theorien. Schließlich lernte Tausend im Jahr 1923 den Rechtsreferendar Rolf Rienhardt kennen, der Mitglied in der NSDAP war. Dem Hochstapler gelang es, Rienhardt davon zu überzeugen, dass er imstande sei Gold herzustellen, und gründete mit ihm eine Firma.

 

Tausend verfolgte den Plan, die durch den Versailler Vertrag entstandenen Geldprobleme Deutschlands durch den Verkauf von Gold zu lösen. Das aus Blei hergestellte Gold sollte an finanzkräftige Abnehmer verkauft werden. Goldankauf war nicht nötig, da Nachschub im großen Stil selbst hergestellt werden konnte. So sollte Deutschland aus der Krise geführt werden. Auch Fritz Haber, erfolgreicher Chemiker und Nobelpreisträger, hatte dieses Ziel verfolgt, als er sich mit dem Goldvorkommen im Meer beschäftigte.

 

1926 ging Tausends Unternehmen zu Lasten der Investoren pleite, doch es fanden sich schnell neue Geldgeber, die seine Betrügerei finanzierten. Die Frage, warum er Investoren brauchte, wenn er doch Gold herstellen konnte, stellte sich niemand. Der Betrug funktionierte und ließ Tausend sehr reich werden, er besaß Ende der 1920er Jahre mehrere Schlösser und Villen. Erst im Jahr 1928 schöpften die ersten Anleger Verdacht und der Betrug wurde aufgedeckt. Ein Jahr später wurde Tausend festgenommen und zu einer Haftstrafe von drei Jahren und 6 Monaten verurteilt. 1933 war er wieder auf freiem Fuß und setzte seine Betrügereien fort. Nachdem er im Jahr 1938 erneut festgenommen worden war, starb er 1942 im Gefängnis von Schwäbisch Hall.

 

Ein berühmter Satz von Tausend lautet: „Wir glauben nur das, was wir uns wünschen.“ Diese Aussage könnte ein Grund sein, warum ihm zahlreiche Vertreter aus Adelskreisen, Bankenwesen und Militär glaubten und schließlich Opfer seiner Betrügereien wurden. Dabei war die moderne Chemie bereits so weit, die Versuche aus Blei Gold herzustellen, als Schwindel zu entlarven.