Goldesel

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Klaus Franzner, Heidenau
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Goldesel

Der Goldesel ist sicherlich jedem aus dem Märchen „Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“ bekannt. Dieses Märchen wurde von den Gebrüdern Grimm in das Buch Kinder- und Hausmärchen aufgenommen. Das Märchen ist den meisten Menschen vielerorts unter dem kürzern und leicht abgeänderten Titel – Tischlein deck dich – bekannt. Besondere Bekanntheit erreichte dieses Märchen durch einprägsame Aussprüche wie „Ich bin so satt“, ich mag kein Blatt“. Der Goldesel war das Abschiedsgeschenk für einen der drei Söhne eines Schneiders, welche die Position der Hauptprotagonisten in dem Märchen Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“ einnahmen. Dieser Schneider jagte seine Söhne aufgrund eines Fehlers, beziehungsweise dem bösartigem Verhalten einer verlogenen Ziege, vom Hof, wobei die Söhne sich sogleich auf die Suche nach Arbeit begaben. Der mittlere Sohn verbrachte seine Lehrjahre bei einem Müller, der ihm zum Abschied einen Esel schenkte, welcher die besondere Gabe besaß Gold ausscheiden zu können. Alles was der Sohn sagen musste, war „Bricklebrit!“.

Selbstverständlich handelte es sich bei dieser Geschichte nur um ein Märchen und es gibt keine Esel, die in der Lage sind Gold auszuscheiden. Doch der Goldesel, beziehungsweise die Metapher des Goldesels ist nach und nach immer bekannter geworden. So verwendet man heute den Begriff des Goldesels dann, wenn beispielsweise irgendwo Verfahren angewendet werden, welche einen wirtschaftlich hohen Gewinn versprechen. Daneben existiert noch die Redewendung „einen Goldesel daheim zu haben“, welche oftmals dann verwendet wird, wenn Menschen ihr Geld mit vollen Händen ausgeben, oder – wie manche auch sagen würden – es mit vollem Händen zum Fenster rausschmeißen.