Umweltkatastrophe im rumänischen Baia Mare

Ankauf zu aktuellen Preisen

Umweltkatastrophe im rumänischen Baia Mare

Unser Service

Wir zahlen Tagespreise für Ihr Gold bis 43,-€ /g , Silber bis 0,80 €/g , Dentalgold bis 25,- €/g dabei richten wir uns bei der Auszahlung immer nach dem jeweils aktuellen Tageskurs für Edelmetalle und aktualisieren diesen mehrmals täglich. Für Krügerrand und andere Anlagemünzen bis 1500,- €

Bei uns werden Sie schnell beraten. Innerhalb von 24 Stunden schlagen wir Ihnen ein Angebot vor und Sie erhalten das Geld sofort ausgezahlt. Ohne Kommission und Wartezeiten, auch bei größeren Mengen. Dafür geben wir Ihnen unsere 24h Abwicklungsgarantie.

Sofortige Bargeldauszahlung direkt vor Ort. So müssen Sie nicht erst lange auf eine Überweisung warten oder einen Scheck einlösen. Das bedeutet für Sie volle Transparenz und Sicherheit.

Filiale

Goldankauf Dresden
Straße des 17. Juni 13
01257 Dresden
+49 (0)351 20 56 447
+49 (0)177 35 90 100

info@goldankauf-dresden.com

  • Mo - Fr
  • 10.00 -18.00 Uhr
  • Sa
  • nach Vereinbarung
Unsere Kunden
Rolf Ehrhardt, Oschatz
Umweltkatastrophe im rumänischen Baia Mare

Umweltkatastrophe im rumänischen Baia Mare

In Europa sind Goldvorkommen nicht allzu häufig. Das größte Vorkommen des Edelmetalls ist in Rumänien, genauer gesagt in Baia Mare zu finden, einer Bergbaustadt im Norden des Landes. Goldgewinnung ist oftmals mit hohen Risiken verbunden, die in Baia Mare zu einer großen Umweltkatastrophe führten.


Diese ereignete sich am 30. Januar 2000, als es an einer Golderz-Aufbereitungsanlage zu einem Dammbruch kam. Dabei wurden giftige Stoffe, wie Natriumcyanid, und Schwermetalle freigesetzt. Etwa 200.000 Kubikmeter Schwermetallschlamm und giftiges, zyanidhaltiges Abwasser überschwemmten das ganze Gebiet und gelangten in die Nebenflüsse der Donau. Als Ursache der Katastrophe gelten die schweren Regenfälle der Vortage sowie unzureichende Risikovorsorge und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen.


Schließlich konnte der Damm am 2. Februar repariert werden. Doch die Katastrophe hatte fatale Folgen für die Umwelt: sie löste ein großes Fischsterben aus, bei dem etwa 1400 Tonnen Fisch getötet wurden und zerstörte damit die Lebensgrundlage vieler Fischer. Im Fluss Theiss vernichteten die giftigen Stoffe nahezu alles Leben auf einer Länge von 100 Kilometern. In manchen ungarischen Städten blieb die Trinkwasserversorgung tagelang beeinträchtigt. Bei einer Untersuchung im Jahr 2006 stellten Umweltforscher fest, dass Baia Mare zu den am stärksten verseuchten Regionen der Welt zählt. Bis heute gilt diese Umweltkatastrophe nach Seveso und Tschernobyl als die schlimmste Europas.


Zum Zeitpunkt des Dammbruchs war das Areal im Besitz der australischen Goldförderungsfirma Aurul. Diese hatte zusammen mit dem staatlichen Bergbauunternehmen Remin im Jahr 1998 die Genehmigung erhalten, in den Halden von Baia Mare Restgold zu gewinnen. Durch das Verfahren der Zyanidlaugerei können bei der Suche etwa 1 – 2 Gramm Gold pro Tonne Golderz gewonnen werden. Bei dem Verfahren wird das fein gemahlene Gestein mit Zyanidlösung versetzt, was eine Lösung der im Gestein enthaltenen Goldpartikel bewirkt. Diese setzen sich im Sickerwasser des Gemisches ab. Durch Filtrieren und Ausfällen mit Zink erhält man braunen Schlamm, aus dem schließlich durch Reduktion das Rohgold gewonnen wird.


Bereits vier Monate nach der Umweltkatastrophe wurde die Goldförderung durch das australische Unternehmen fortgesetzt, allerdings unter dem neuen Namen Transgold. Aurul hatte Konkurs angemeldet, um etwaigen Schadensersatzansprüchen zu entgehen, was auch funktionierte. Der Staat Ungarn verlor im Jahr 2008 einen Schadensersatzprozess. Die Richter begründeten das Urteil damit, dass es in diesem Fall keine Verantwortlichen mehr gäbe. Nachdem der Ertrag in dem Gebiet um Baia Mare sank, meldete auch Transgold Konkurs an und verkaufte das Areal.


Dieses ist nun im Besitz von Polyus Gold, der größten russischen Goldgewinnungsfirma. Sie hat eine neue Genehmigung auf Goldgewinnung in diesem Gebiet gestellt und wird die Erlaubnis wahrscheinlich auch erhalten. Den Schaden, der durch die Katastrophe im Jahr 2000 zustande kam, tragen die Anwohner, denen der Goldhandel völlig fern liegt. Rumänische Bürger fordern vor Gericht ein Verbot der Goldgewinnung, der Ausgang des Prozesses ist jedoch ungewiss.