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Lateinische Münzunion

Lateinische Münzunion

Bereits lange vor der Einführung des Euro war bekannt, dass überregionale Währungssysteme sich positiv auf den Handel auswirken. Schon im antiken Griechenland gab es Versuche, eine einheitliche Währung zu schaffen. Im 16. und 17. Jahrhundert gab es auch in deutschen Staaten sogenannte Münzbündnisse, zum Beispiel in Nürnberg, Augsburg und Leipzig. Warum einige Bündnisse Erfolg hatten, andere jedoch scheiterten, ist bis heute ein Rätsel für Münzexperten.


Erfolgreiche Münzsysteme waren beispielsweise die römischen Denar und die Goldmünzen Solidus und Aureus sowie der mittelalterliche Silberpenny. Besonders verdienstvoll waren auch die Bestrebungen Napoleons, der versuchte, einheitliche Maße und Gewichte zu schaffen. Auch in den deutschen Staaten gab es Währungssysteme, die sich allerdings für den Handel nicht als förderlich erwiesen. Durch Napoleons Eroberungen breitete sich das französische Münzsystem auch in Italien, Belgien, Teilen der Schweiz und Westfalen aus.


Dieses Münzsystem bestand aus Gold und Silber, das in einem Wertverhältnis von 1:15 stand. Durch den kalifornischen Goldrausch gelangte eine große Menge Gold nach Europa, der Goldpreis sank. Im Gegenzug  stieg der Wert der Silbermünzen. Um derartige Schwankungen zu vermeiden, lud Frankreich die Nachbarländer 1865 zu Münzkonferenzen, deren Ergebnis die Lateinische Münzunion (LMU) war. Offiziell war die Union auch als „L’Union monétaire latine“ bekannt.


Bereits ein Jahr nach der Verifizierung trat der Vertrag in Kraft. Er beinhaltete alle Details zu den Münzen sowie die Anerkennung der jeweiligen Währungen. 1868 trat Griechenland dem Vertrag bei. Der französische Franc, die italienische Lira, der belgische Franc, die griechische Drachme und die Schweizer Franken standen vertragsgemäß in einem Verhältnis von 1:1. Auch das Verhältnis von Gold und Silber wurde festgelegt und betrug wie vor dem Goldrausch 1:15. Ursprünglich sollte der Vertrag lediglich bis 1880 gelten, wurde aber danach immer wieder verlängert.


Auch wurden für die Münzen einheitliche Stückelungen und Maße festgelegt. Silbermünzen hatten einen Feinsilbergehalt von 900/1000 und waren in den Stückelungen 0,20, 0,50, 1, 2 und 5 Francs erhältlich. Goldmünzen hatten ebenfalls einen Feingoldgehalt von 900/1000 und hatten einen Nennwert von 5, 10, 20, 50 bzw. 100 Francs. Es gab mehrere Staaten, die das Münzsystem der Lateinischen Münzunion übernahmen, ohne ihr jedoch beizutreten. Dazu gehörten unter anderem Spanien, Rumänien, Serbien, Bulgarien und Finnland. Auch Österreich interessierte sich für den Beitritt in die LMU, zu dem es allerdings nicht kam.


Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges kam es zu einigen Unstimmigkeiten, was den Geldumlauf der LMU-Mitglieder betraf. Die Edelmetallpreise schwankten stark und wurden unbeständig. Es kam erneut zu Problemen des bimetallischen Währungssystems. Sowohl der Gold- als auch der Silberhandel waren betroffen, was zur Folge hatte, dass viele Vereinbarungen des Vertrages nicht mehr eingehalten werden konnten. So bestand die Lateinische Münzunion de facto nur bis 1914, als es zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam. Formal bestand die LMU noch bis 1926 weiter, bis der Austritt Belgiens zu einer endgültigen Auflösung der Münzunion führte.