Illegales Goldschürfen: Garimpeiros und Orpailleurs

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Illegales Goldschürfen: Garimpeiros und Orpailleurs

Illegales Goldschürfen: Garimpeiros und Orpailleurs

Die Suche nach Gold und dem großen Reichtum, die ganze Völkerwanderungen verursachte, ist längst vorbei. Die Zeit der Goldräusche, die eine starke Dezimierung der männlichen Bevölkerung in manchen Gebieten bewirkte, ist längst Geschichte. Längst vergessen sind die großen Goldfunde, wie 1848 in Kalifornien, 1851 in Australien und Ende der 1890er Jahre in Alaska. Abenteurer, die mit Waschpfannen und Schaufeln losziehen, auf der Suche nach dem großen Fund, gibt es heute nicht mehr. Die Goldgewinnung liegt heute in den Händen der Bergbau-Industrie, die über die nötigen finanziellen Mitteln, das technische Equipment und das Know How verfügt, um so viel Profit wie möglich aus den Lagerstätten zu schlagen.


Doch, auch wenn man es kaum glauben mag, es gibt sie heute noch: die Goldschürfer, die mit einfachsten Geräten nach Gold suchen und mit den kleinen Funden ihren Lebensunterhalt bestreiten. Sie sind in fast allen Goldarealen der Welt zu finden, wo sie ihr oft illegales und unerlaubtes Geschäft betreiben. Besonders in Gebieten, wo gesellschaftliche und politische Strukturen nur wenig entwickelt sind, kann man dieses Phänomen beobachten. Im Amazonasgebiet beispielsweise sind sie unter dem Namen Garimpeiros bekannt, im französischsprachigen Raum in Westafrika und Südamerika nennt man sie Orpailleurs.


Dort, wo die Garimpeiros zu finden sind, entwickeln sich oft komplexe wirtschaftliche Strukturen, auf die der Staat keinen Einfluss besitzt. Denn die Garimpeiros müssen mit Arbeitsgeräten und mit Lebensmitteln versorgt werden, wovon wiederum andere Teile der Bevölkerung profitieren. In der Nähe der Garimpeiros sind auch Kaufleute zu finden, die ihre Waren verkaufen wollen und natürlich Goldhändler, die die Funde der Goldschürfer oftmals zu Billigpreisen ankaufen. Wie zu der Zeit der großen Goldräusche werden die wenigsten Goldschürfer wirklich reich. Zum einen wird das mühsam verdiente Geld oft in Wirtshäusern und Bordellen sofort wieder ausgegeben. Zum anderen haben die Garimpeiros den kleinsten Anteil am Goldgeschäft, der größte Profit fließt in die Taschen der Goldhändler.


Die United Nation Industrial Development Organization (UNIDO) schätzte den Anteil der Goldfunde, die illegal gewonnen wurden, im Jahr 2008 auf circa 400 Tonnen. Dies bedeutet 15 Prozent der weltweiten Goldgewinnung. Besonders aktiv sind die Garimpeiros, wenn der Goldkurs steigt. Sinkt der Goldkurs, lässt die Arbeit der Goldschürfer wieder nach. So schwankt auch der Anteil an der Weltgoldproduktion, der sich immer am Goldkurs orientiert.


Leider bringt die Arbeit der Goldschürfer oft große Umweltverschmutzungen mit sich. Massive Zerstörungen schädigen die Natur und gefährden sensible Ökosysteme. Die Garimpeiros spülen mit Hochdruck-Wasserkanonen die Ufer aus, holzen die Regenwälder ab und vergiften die Flüsse mit Quecksilber. Letzteres bringt besonders hohe Schäden mit sich. Wissenschaftler schätzen die Menge an Quecksilber, die jährlich in den Amazonas gelangt, auf 200 Tonnen. Damit schaden die Goldschürfer nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen, die in der Nähe des Flusses leben. Untersuchungen ergaben bei den Probanden einen deutlich erhöhten Quecksilberwert im Blut.


Auch in Afrika gibt es sie, die illegalen Goldschürfer, die im Mittelalter mit ihren Funden für den Reichtum von Staaten wie Ghana und Mali sorgten. Hier konkurrieren die Orpailleurs häufig mit großen Goldunternehmen und sorgen immer wieder für Konflikte. Mittlerweile toleriert der moderne Goldbergbau die Goldschürfer, wenn diese sich in alten Minen auf der Suche nach dem begehrten Edelmetall machen.