Zentralbanken im Goldrausch

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Zentralbanken im Goldrausch

Zentralbanken im Goldrausch

26. April 2013 - Im Jahr 2012 haben die Zentralbanken 534,6 Tonnen Gold gekauft. So hoch waren die Goldkäufe seit 1964 nicht mehr. Damit zählen die Zentralbanken zweifellos zu den großen Verlierern des Goldpreisverfalls. Insgesamt sollen die Banken 560 Milliarden US-Dollar verloren haben.


Hohe Zukäufe in Aussicht

 

Edelmetallanalysten sagen für das laufende Jahr Zukäufe von 450 bis 550 Tonnen voraus. Einige Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Zentralbanken Gold eher verkaufen als kaufen, um den Edelmetallpreis zu drücken.

 

Preisentwicklung gibt Rätsel auf

 

Die Gründe für den zurückliegenden Sinkflug von Gold bleiben weiter ungeklärt. Die Schuldenkrise in den USA ist allenfalls aufgeschoben, die Euro-Krise scheint sich angesichts des zyprischen Hilfspakets eher zuzuspitzen und die Notenbanken fluten die Märkte mit billigem Geld. Nichtsdestoweniger scheint die zwölfjährige Goldpreis-Rallye der Vergangenheit anzugehören. Eine Feinunze Gold kostet derzeit 1476 US-Dollar.

 

Nachholbedarf der Schwellenländer

 

Für die Zentralbanken hat die kurzfristige Preisentwicklung im Grunde jedoch keinen merklichen Effekt. Viel wichtiger ist für sie die Diversifizierung der Währungsreserven. Die Käufe der Zentralbanken werden dem Goldpreis weiterhin eine wichtige Stütze sein. Insbesondere Schwellenländer sind gewillt, ihre Goldbestände aufzustocken. Der derzeit niedrige Goldpreis könnte die Nachfrage aus den Schwellenländern steigern.


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